Die Roxy Film wurde in den fünfziger Jahren von Luggi Waldleitner in München gegründet.
Waldleitner war einer der großen Filmproduzenten des deutschsprachigen
Nachkriegskinos und produzierte in den sechziger Jahren häufig mit italienischen und französischen Partnern. Besonders erfolgreich waren seine Verfilmungen der Werke des Romanautors Johannes Mario Simmel in den siebziger Jahren. Daneben machter er sich
mit Literaturadaptionen wie der SCHACHNOVELLE einen Namen. Später arbeitete Waldleitner auch mit den Vertretern des Neuen Deutschen Films zusammen. So realisierte er 1981 Rainer Werner Fassbinders aufwändigste Regiearbeit LILI MARLEEN. Gegen Ende seines Wirkens beteiligte er sich an zahlreichen Filmen als Koproduzent, beispielsweise
an JENSEITS DER STILLE im Jahr 1996. Ausgezeichnet wurde er u. a. 1958 für DAS MÄDCHEN ROSEMARIE mit dem Golden Globe; DIE GLÄSERNE ZELLE wurde 1978 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.
Nach Waldleitners Tod 1998 und dem Verkauf der Firma an die Kirch-Gruppe ruhte sie
knapp drei Jahre. 2001 belebten Dr. Andreas Richter, Annie Brunner und Ursula Woerner
die Roxy Film neu, die sie im Jahr 2004 im Rahmen eines Management Buyouts
vollständig übernahmen und seitdem als geschäftsführende Gesellschafter führen. Im Jahr 2009 wurde die Gesellschaftsform von einer GmbH & Co. KG in eine GmbH umgewandelt.